Weilheimer Umfahrung: Alternative Lösungen planen!

Leon Eckert, Bundestagsabgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen und stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss steht den Planungen der Weilheimer Umfahrung kritisch gegenüber. Er kündigt an, den Ausbau der B2 in Weilheim bei der Bedarfsplanüberprüfung des Bundesverkehrswegeplans genau zu beobachten. Eckert ordnet die Situation vor Ort wie folgt ein:

„Die geplante Umfahrung sowie bereits kurz vor der Durchführung befindlichen Abschnitte der B2 bei Wielenbach stellen für viele Bürger*innen im Raum Weilheim eine schlechte Lösung dar. In Anbetracht des Klimawandels, des grassierenden Flächenfraßes in Bayern und des Verlustes von Naturräumen muss Verkehrsplanung endlich umweltschonend gedacht werden. Die Planungen der Trassen lassen eine Lärmreduktion zum Schutz der Anwohner*innen offen und schüren gleichermaßen die Befürchtung, dass hier eine Ausweichstrecke für die A95 München – Garmisch-Partenkirchen entstehen könnte. So kann es passieren, dass die Bürger*innen am Ende anstatt der versprochenen Verkehrsreduktion mehr Verkehr ertragen müssen. Diese berechtigten Zweifel aus Weilheim will ich nach Berlin tragen.

Anstatt Millionen für Trassen auszugeben, gibt es klimaschonende und günstigere Möglichkeiten, den Verkehr vor Ort effektiv zu reduzieren, wie sie auch der Ortsverband Weilheim von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in seinem Positionspapier vorschlägt. Hier können attraktive Radverkehrsverbindungen gestaltet werden, um den innerörtlichen motorisierten Verkehr zu entlasten. Auch der öffentliche Personennahverkehr zu den Ortschaften rund um Weilheim sollte schnell attraktiv ausgebaut werden. Im Fernverkehr in Richtung München und in Richtung der bayerischen Alpen bietet sich der zweigleisige Ausbau und eine Taktverdichtung der Werdenfelsbahn an. Auch das Angebot der Ammerseebahn könnte attraktiver gestaltet werden. Überregional würden davon auch die Ausflugsregionen im Süden Weilheims profitieren, die bereits jetzt in der Flut des Freizeitverkehrs zu versinken drohen.

Ich bin froh, dass die Bundesregierung im Koalitionsvertrag den Ausbau der Schiene dem Ausbau der Straße vorzieht. Es ist klar, dass auch der Verkehr in Zukunft dazu beitragen muss, das 1,5 Grad Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen. Wir müssen deswegen die bestehende Straßenplanung genau auf den Prüfstand stellen und dazu gehört auch die B2.“

Am 12. Februar findet um 14:00 Uhr dazu eine Mahnwache gegen Flächenversiegelung und Straßenbau auf dem Weilheimer Marienplatz statt, auf die Leon Eckert gerne verweist.