21 April, 2026

Pressemitteilung von MdB Leon Eckert: Energiekrise fordert konsequentes Handeln – Schluss mit Ultrakurzstrecken per Flugzeug: Eckert fordert Verlagerung auf die Schiene

Freising, 21. April 2026 – Der drohende Kerosinmangel erfordert aus Sicht des Bundestagsabgeordneten Leon Eckert (Bündnis 90/Die Grünen) jetzt konsequentes politisches Handeln. Ein zentraler Baustein könne dabei das Aussetzen von Ultrakurzstreckenflügen sein – also Verbindungen, die auch mit der Bahn in bis zu vier Stunden erreichbar sind, etwa München–Berlin. Eckert spricht sich dafür aus, entsprechende Strecken konsequent auf die Bahn zu verlagern. „Diese Flüge bringen kaum Zeitgewinn, verbrauchen aber knappe Ressourcen und verursachen erhebliche Belastungen für Klima und Anwohnerinnen und Anwohner in Flughafenregionen.“

In der aktuellen Situation brauche es ein grundlegendes Umdenken: „Wir sehen aktuell, wie anfällig fossile Verkehrssysteme sind. Die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wird immer deutlicher. Kerosin ist bereits knapp, Flüge müssen gestrichen werden – das zeigt die unmittelbaren Grenzen dieses Systems. Diese Abhängigkeit macht uns strukturell erpressbar und hält uns in fossilen Abhängigkeiten fest, die wir uns in einer unsicheren Weltlage nicht länger leisten können.“

Ein Blick auf aktuelle Zahlen verdeutlicht das ungenutzte Potenzial: Am Flughafen Frankfurt entfielen zuletzt rund 200.000 Flüge jährlich auf Strecken unter 1.000 Kilometer – also Verbindungen, die häufig gut per Bahn erreichbar sind. „Das zeigt, wie viel Verlagerung auf die Schiene möglich wäre“, so Eckert.

Auch für die Flughafenregion München sei dieser Ansatz von zentraler Bedeutung. „Gerade hier erleben viele Menschen täglich die Folgen des Flugverkehrs – Lärm, Schadstoffe und Flächenverbrauch. Weniger Kurzstreckenflüge würden die Lebensqualität vor Ort spürbar verbessern.“

Voraussetzung dafür sei ein entschlossener Ausbau der Schiene: „Die Bahn muss zuverlässig, schnell und flächendeckend sein, nur so kann sie Kurzstreckenflüge wirklich ersetzen. Dafür braucht es mehr Kapazitäten und ein klares politisches Bekenntnis zur Schiene. Statt konsequent auf die Zukunft zu setzen, wurde – gerade aus Bayern heraus – jedoch viel zu lange fossile Lobbypolitik betrieben. Das bremst die notwendige Verkehrswende aus.“

Für Eckert ist klar: „Der Ausbau der Schiene ist nicht nur eine Frage des Klimaschutzes. Er ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Gute, bezahlbare und verlässliche Mobilität muss für alle Menschen zugänglich sein – unabhängig vom Geldbeutel. Davon profitieren am Ende alle: die Umwelt, die Menschen in den Regionen und der gesellschaftliche Zusammenhalt.“