Pressemitteilung von MdB Leon Eckert: Bundesregierung setzt Schwarzerberg-Planungen vorerst aus – andere B299-Projekte laufen jedoch weiter
Auf Anfrage von MdB Leon Eckert: Bundesregierung setzt Schwarzerberg-Planungen vorerst aus – andere B299-Projekte laufen jedoch weiter
Berlin / Landkreis Traunstein, 26.03.2026 – Die Planungen für die umstrittene Ortsumfahrung der B299 über den Schwarzerberg bei Trostberg werden vorerst ausgesetzt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine aktuelle Anfrage des Bundestagsabgeordneten Leon Eckert (Bündnis 90/Die Grünen) hervor. Hintergrund ist der Bürgerentscheid im November 2025, bei dem sich eine Mehrheit der Trostberger Bürgerinnen und Bürger gegen die geplante Trasse ausgesprochen hatte.
„Hände weg vom Schwarzerberg – dieses klare Signal aus der Bevölkerung muss ernst genommen werden“, erklärt Eckert. Laut Bundesregierung würden die Planungen für den Teilabschnitt Trostberg „bis auf Weiteres ausgesetzt“. Gleichzeitig sollen die Planungen für weitere Vorhaben entlang der Traun-Alz-Achse der B299 fortgesetzt werden.
Eckert sieht diese Entwicklung kritisch: „Der Bürgerentscheid wird zwar zur Kenntnis genommen, gleichzeitig richtet sich der Fokus aber bereits auf andere Teilabschnitte in unmittelbarer Nähe.“ Für die Ortsumfahrung Altenmarkt seien inzwischen beispielsweise Bundesmittel in Höhe von 100,7 Millionen Euro vorgesehen. „Dieses Geld wäre aus meiner Sicht besser in die Sanierung maroder Brücken und den dringend notwendigen Ausbau des Schienennetzes investiert. Deshalb braucht es weiterhin Druck aus der Bevölkerung.“
Auch der zwei- beziehungsweise dreispurige Neubau der Ortsumfahrung Tacherting/Trostberg wird weiterhin im Bundesverkehrswegeplan geführt – allerdings noch in einem frühen Planungsstadium. Mit einem Beginn der konkreten Planungen sei laut Bundesregierung frühestens nach 2029 zu rechnen.
Dazu Eckert: „Es reicht nicht, den Willen der Menschen vor Ort nur vorübergehend zur Kenntnis zu nehmen. Stattdessen sollten die Planungen für die Schwarzerberg-Trasse vollständig gestoppt und auch die angrenzenden Vorhaben grundsätzlich überprüft werden.“
