Pressemitteilung Leon Eckert, MdB: Ohne Beteiligung der Region: Kritik an den Planungen für ein Rückführungsterminal am Flughafen München
Berlin / Freising, 26. Januar 2026 – Die Bundesregierung hat auf eine parlamentarische Anfrage des Freisinger Bundestagsabgeordneten Leon Eckert (Bündnis 90/Die Grünen) bestätigt, dass die Planungen für ein sogenanntes Rückführungsterminal am Flughafen München weit vorangeschritten sind. Damit wird deutlich: Ein zentrales Infrastrukturprojekt mit erheblichen menschenrechtlichen, politischen und regionalen Auswirkungen wird ohne jegliche öffentliche oder parlamentarische Debatte in der Region vorangetrieben.
Das Gebäude wird von der Flughafen München GmbH (FMG) im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) errichtet und wird anschließend an den Bund vermietet. Eine Machbarkeitsstudie wurde bereits im April 2025 abgeschlossen. Derzeit läuft die Ausschreibung eines Generalunternehmers; der Antrag auf Planfeststellung soll zeitnah folgen. Eine Entscheidung im Aufsichtsrat der FMG ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen.
Eckert unterstreicht, dem Bau eines Rückführungsterminals grundsätzlich kritisch gegenüberzustehen. Der gezielte Ausbau eigenständiger Abschiebestrukturen widerspreche aus seiner Sicht einer humanen und verantwortungsvollen Migrationspolitik. Die enormen Kapazitätsausweitungen sind nicht nachvollziehbar und auch deswegen abzulehnen.
„Dieses Abschiebeterminal wird ohne ausreichende Einbeziehung von Kommunen und Anwohnenden geplant. Ein Projekt dieser Tragweite muss rechtsstaatlich, verhältnismäßig und mit Blick auf die Auswirkungen auf Menschen und Umgebung bewertet werden – das ist bislang nicht erkennbar. Grüne Politik setzt stattdessen auf funktionierende Verfahren, Rechtsstaatlichkeit und den gezielten Schutz von Menschen, die vor Verfolgung fliehen.“
