Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung Michael Kellner besucht Südstärke

Der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Michael Kellner, folgt der Einladung des Wahlkreisabgeordneten Leon Eckert (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) nach Schrobenhausen. Gemeinsam mit Barbara Fuchs, MdL und wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen im Bayerischen Landtag traf er Dr. Stefan Dick, Geschäftsführer der Südstärke. Neben einem Einblick in den Produktionsprozess sprachen sie über die gestiegenen Energiepreise und erfolgte Effizienzmaßnahmen.
Michael Kellner erklärt mit Blick auf die Produktion: „Es ist enorm, wie hier in den letzten Monaten Energieeffizienz vorangebracht wurde. Für die Zukunft ist es dringend nötig, dass in Bayern mehr Windkraft ausgebaut wird. Nur so können mittelständische Betriebe sicher und dauerhaft günstig mit Strom versorgt werden.

Ein Forderung, die Dr. Stefan Dick teilt: „Für diesen Winter braucht es eine schnelle Umsetzung der Strom- und Gaspreisbremse. Perspektivisch muss die 10-H-Abstandsregelung wegfallen. Sonst verhindert dies eine nachhaltige Entwicklung der Industrie in Bayern.
Barbara Fuchs, wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, ergänzt: „Auf mittelfristige Sicht ist eine Standortabwertung Bayerns zu befürchten. Die Staatsregierung muss jetzt die Blockadehaltung überwinden, um zu einer Entlastung der Industrie beizutragen Es liegt an Söder jetzt zu handeln, statt weiter Scheindebatten vom Zaun zu brechen.

Ein Thema, welches auch Leon Eckert MdB in Berlin umtreibt: „Wir Grüne haben in einem Jahr Regierung angefangen die Erneuerbaren und unser aller Energiesicherheit neu zu justieren. Es braucht auch in Bayern endlich einen Ausbau von Wind ebenso wie Solar. Die CDU und CSU im Bund bremsen bis heute. Dabei haben sie uns in die fatale Abhängigkeit von Russland geführt.

Beim Thema Stromversorgung wurden sich Michael Kellner und Dr. Stefan Dick schnell einig: die 10-H Abstandsregelung für Windkraftanlagen in Bayern verhindert eine nachhaltige Entwicklung der Industrie.
Bereits im Wahlkampf besichtigte Leon Eckert den Schrobenhausener Produktions- und Forschungsstandort. Nach einem Anschreiben zur Gasumlage versprach Eckert, die Belange der Südstärke ins Wirtschaftsministerium zu tragen. Mit dem Besuch von Michael Kellner konnte dieses Versprechen am Montag eingelöst werden. Nach einer Werksbesichtigung drehte sich die Diskussion vordringlich um die Zukunft der Energieversorgung. Die Südstärke trage bereits durch vielfältige Einsparmaßnahmen wie einem geringeren Trocknungsgrad der Stärke zur Lagerung zur Reduktion des Gasverbrauchs bei, so Dr. Dick. Außerdem soll der Standort mit Photovoltaikanlagen nachgerüstet werden.
Die Beteiligten bedanken sich für die ausführliche Führung und Diskussion bei Dr. Stefan Dick und wollen einen produktiven Austausch weiterführen.