Leon Eckert, Bundestagsabgeordneter Bündnis 90/Die Grünen informiert sich über das Ausbauprojekt der B14 in Roßtal

Leon Eckert, Bundestagsabgeordneter für Freising, Pfaffenhofen und Schrobenhausen, besuchte im Rahmen seiner Radtour „Bundesradler“ auch die Gemeinde Roßtal.
Dort wird die im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) veröffentlichte Umgehung 90547 Roßtal / Großweismannsdorf diskutiert. Diese ist im Bundesverkehrsplan unter den Projekten des vordringlichen Bedarfs eingestuft und genießt daher eine hohe Dringlichkeit. Der Roßtaler Gemeinderat hat sich allerdings einstimmig dagegen ausgesprochen. Die Bürgerinnen und Bürger vor Ort haben als Reaktion auf die Ausbaupläne eine Bürgerinitiative (‚BI gegen Ortsumgehung‘) gegründet. In der Bürgerinitiative sind auch Unternehmen und die örtlichen Landwirte und Landwirtinnen organisiert. Im Gespräch mit Eckert bekräftigten sie die Aussage, dass sie kein Land verkaufen werden.
Gemeinsam mit dem Grünen Ortsverband und der Bürgerinitiative besichtigte MdB Leon Eckert die geplante Trassenführung. Hierbei wurde auf kritische Aspekte des geplanten Verlaufs hingewiesen, von dem unter anderem eine Biogasanalage betroffen wäre.
Leon Eckert äußert sich zu den Plänen folgendermaßen: „Die Planung einer dreispurigen Umgehungsstraße mit mehreren Brückenbauwegen ist aus der Zeit gefallen. Extremer Flächenverbrauch und Versiegelung laufen den Bemühungen für Klimaschutz und Artenvielfalt völlig entgegen. Größere Straßen werden dabei für noch mehr Verkehr sorgen und die Belastung insgesamt weiter erhöhen, dabei müssen wir weg von immer mehr Autoverkehr. Ich werde mich in Berlin dafür einsetzten, dass die Straße aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen wird. Die Gelder sollten aus meiner Sicht in den Erhalt von Infrastruktur und in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und die Radinfrastruktur fließen. Kurzfristig werde ich mich für ein Tempolimit von 30 für die Ortsdurchfahrt einsetzten.“