Bundestagsabgeordnete Grundl und Eckert besuchen Ausstellung „Naši Němci / Unsere Deutschen“ in Ústí nad Labem

In der Mitte steht ein Plakat der Ausstellung in einem Gang. Rechts davon steht Leon Eckert. Links steht Erhard Grundl. Daneben steht die Person, die die Museumsführung gemacht hat.

Tief beeindruckt waren die Bundestagsabgeordneten Erhard Grundl und Leon Eckert (beide Bündnis 90 / Die Grünen) von der neuen Dauerausstellung „Naši Němci / Unsere Deutschen“ im Stadtmuseum von Ústí nad Labem (Aussig an der Elbe). Die beiden Parlamentarier waren in die nordböhmische Stadt gereist, um sich über die Geschichte der deutschsprachigen Bevölkerung in den böhmischen Ländern vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert zu informieren. MdB Erhard Grundl ist kulturpolitischer Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion und im Europa-Ausschuss speziell für Tschechien, Slowakei und Österreich zuständig. Sowohl er als auch sein Parteikollege MdB Leon Eckert sind Vorstandsmitglieder im Sudetendeutschen Rat und setzen sich für eine Stärkung der Erinnerungskultur und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ein.

Eine kundige Führung durch die Ausstellung erhielten die beiden durch Jan Vondrouš vom Collegium Bohemicum, dem Verein, der die Schau konzipiert und realisiert hat. „Die wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas und die äußerst ansprechende Umsetzung sind bemerkenswert“, kommentierte MdB Grundl. Leon Eckert betonte: „Besonders erfreulich ist, dass komplexe Zusammenhänge gründlich und objektiv erklärt werden.“ Es geht nicht nur um das jahrhundertelange Zusammenleben von Deutschen und Tschechen, sondern auch um Unterdrückung und Entrechtung der Tschechen unter dem deutschen Nazi-Regime sowie um die Vertreibung der Deutschen ab 1945. „Das schreckliche Leid, das die Menschen einander angetan haben, kann nicht mehr rückgängig gemacht werden, aber nur Aufarbeitung und Dokumentation gewährleisten, dass alte Wunden heilen und dass eine dauerhaft gute Beziehung zwischen den Völkern in einem gemeinsamen Europa möglich wird“, waren sich die beiden Abgeordneten einig. „Wir wünschen dieser wichtigen Ausstellung noch viele Besucher*innen“, erklärten Eckert und Grundl unisono.