Interview mit dem GRÜNEN Ortsverband Neufahrn

Leon Eckert mit Flyer vor einem Baum

Vier Fragen an Leon Eckert:

Am 26. September wird der nächste Bundestag gewählt und die Weichen für unsere Republik für die nächsten Jahre gestellt. Unserem Direktkandidaten Leon Eckert haben wir vier Fragen gestellt:

Lieber Leon, seit vielen Jahren engagierst du dich ehrenamtlich: im Gemeinderat, als Kreisrat, als 3. Bürgermeister, bei der freiwilligen Feuerwehr, in der Bürgerenergiegenossenschaft Freisinger Land und an verschiedenen Stellen bei den GRÜNEN. Jetzt kandidierst du für den deutschen Bundestag und hast anstrengende Wochen vor dir. Woher kommt deine ganze Motivation?

Vor über 10 Jahren bin ich nach der Nuklearkatastrophe Fukushima aktiv geworden. Seitdem motiviert mich der volle Einsatz zur Bewahrung unserer Lebensgrundlage. Für einen Planeten, auf dem wir auch in 50 Jahren noch leben können und die konkrete Verbesserung vor Ort die jede*r spürt. Das gibt mir die Energie Ideen voranzutreiben, an Themen weiterzuarbeiten, und neue Wege zu finden, wenn der erste Anlauf nicht gleich klappt.

Mit 26 Jahren wärst du einer der jüngsten Abgeordneten im nächsten Bundestag. Wieso denkst du ist es wichtig dass auch junge Abgeordnete dort Politik machen und was ist für junge Kandidierende anders?

Verschiedene Lebenssituationen und Erfahrungen bringen unterschiedliche Perspektiven auf Probleme und deren Lösungen zustande. Ich bin mir sicher, dass viele Maßnahmen der Bundesregierung anders aussehen, wenn die Perspektive junger Menschen eine größere Rolle spielen würde. Aber dafür müssen diese auch im Parlament vertreten sein. Eine Kandidatur für den Bundestag ist für jede*n eine Herausforderung. Als junger Bewerber kommt oft hinzu, dass mehr als 100% Wissen und Vorbereitung abverlangt wird, um ernst genommen zu werden.

Dein Engagement startete hier im Landkreis Freising. Wie sehen deine Pläne aus solltest du gewählt werden, bleibst du vor Ort aktiv?

Ja, auf jeden Fall! Meine größte Motivation mich politisch zu engagieren ist es, konkret etwas zu verbessern. Genauso wie ich als Gemeinderat eine Rückkopplung von den Bürger*innen benötige, um an verschiedenen Stellen etwas zu erreichen, brauche ich auch als Bundestagsabgeordneter die Kommunikation mit den Menschen in meinem Wahlkreis. Hier ist es sogar besonders wichtig, weil die Entscheidungen oft etwas grundsätzlicher sind und die Auswirkungen vor Ort in jedem Detail nicht gleich sichtbar sind. Außerdem bin ich hier vor Ort aufgewachsen, viele meiner Freund*innen wohnen hier und es hängen viele Erinnerungen zusammen, wie zum Beispiel mein Schulbesuch im Oskar-Maria-Graf-Gymnasium. Allein deswegen möchte ich schon gar nicht komplett nach Berlin entschwinden.

Aus dem Wahlkreis Freising-Pfaffenhofen-Schrobenhausen gibt es seit über 30 Jahren keine GRÜNE Vertretung im Bundestag. Warum ist es so wichtig, dass wir GRÜNE hier wieder einen Abgeordneten nach Berlin schicken?

In den letzten Monaten war ich bereits viel im ganzen Wahlkreis unterwegs und immer wieder treffe ich Menschen, Vereine und Unternehmen, die mir mitteilen, dass ihre Perspektiven derzeit wenig bis kein Gehör finden. Ein anderer Blickwinkel auf Themen öffnet neue Chancen für Veränderungen und kreative Lösungen. Und diese gibt es eben auch bei uns, ich möchte genau diese neue Perspektive nutzen, um Projekte nach Berlin zu tragen und damit eine neue Sicht aus unserem Wahlkreis aufzuzeigen.